Markt Pretzfeld in der Fränkischen Schweiz

Neue Fahr­zeu­ge für drei Feuerwehren

Mit Got­tes Segen die Men­schen schützen 

Pretz­feld – In der Not rufen die Men­schen um Hil­fe und sie beten zu Gott. Damit auch die Hel­fer und die benö­tig­ten Maschi­nen unter Got­tes Schutz ste­hen, lie­ßen die Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren (FFW) von Het­zels­dorf, Lüt­zels­dorf und Zauns­bach ihre neu­en Ein­satz­ge­rä­te am Gelän­de des Pretz­fel­der Kel­lers fei­er­lich vom evan­ge­li­schen Pfar­rer Mat­thi­as Haag und vom katho­li­schen Pfar­rer Flo­ri­an Stark seg­nen. Mit dem Sprich­wort „Aller guten Din­ge sind drei“ begann Ers­ter Bür­ger­meis­ter Stef­fen Lip­fert sei­ne Rede und fass­te den Weg von der Idee bis zur Über­ga­be der Fahr­zeu­ge zusam­men: „Der Grund­satz­be­schluss zur Beschaf­fung eines Trag­kraft­sprit­zen­an­hän­gers für die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Het­zels­dorf wur­de am 17.04.2018 im Gemein­de­rat gefasst.“ Der vor­han­de­ne Anhän­ger war aus dem Jahr 1963 und soll­te ersetzt wer­den. „Die­ser hat­te bereits treue Diens­te in Wann­bach geleis­tet, bis die dor­ti­ge Feu­er­wehr ihr ers­tes Auto erhielt“, so Lip­fert. Wegen der geo­gra­fi­schen Lage Het­zels­dorfs mit vie­len Steil­hän­gen war man sich im Gemein­de­rat schnell einig gewor­den, dass hier ein All­rad­fahr­zeug sinn­voll sei.

„Im wei­te­ren Ver­lauf und nach eini­gen Gesprä­chen auch hin­sicht­lich der För­der­fä­hig­keit muss­te man lei­der von dem Wunsch nach einem all­rad­ge­trie­be­nen Fahr­zeug abse­hen, so dass am 31.07.2018 der Beschluss zur Beschaf­fung eines Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeugs für die Feu­er­wehr Het­zels­dorf im Rah­men der inter­kom­mu­na­len Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Eber­mann­stadt gefasst wur­de, denn die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Burg­gail­len­reuth soll­te das glei­che Fahr­zeug erhal­ten“, trug der Bür­ger­meis­ter wei­ter vor. Nach inten­si­ver Detail­ab­stim­mung und sehr viel Schrift­ver­kehr hin­sicht­lich der Gewicht­bi­lanz und dem fina­len klä­ren­den Gespräch am 17.12.2020, das auf die Initia­ti­ve von Kreis­brand­rat Oli­ver Fla­ke zurück­ging, konn­te das Fahr­zeug dann nach weni­gen Tagen noch zum Jah­res­en­de 2020 aus­ge­lie­fert wer­den. „Auch die bei­den ande­ren Fahr­zeu­ge kön­nen auf eine ähn­li­che Geschich­te zurück­bli­cken“, so Lipfert.

Hier wur­de am 15.10.2019 der Grund­satz­be­schluss im Gemein­de­rat gefasst, dass für die Weh­ren Lüt­zels­dorf und Zauns­bach Trag­kraft­sprit­zen­an­hän­ger ange­schafft wer­den sol­len, denn die vor­han­de­nen stamm­ten aus den Jah­ren 1962 und 1964. „Um den Anfor­de­run­gen zur Unter­brin­gung zeit­ge­mä­ßer Aus­rüs­tung und Bela­dung nach­zu­kom­men, nah­men die bei­den Feu­er­weh­ren viel Mühe auf sich und besich­tig­ten ver­schie­de­ne Anhän­ger vom All­gäu bis in die Ober­pfalz“, lob­te Stef­fen Lip­fert das Enga­ge­ment der ehren­amt­li­chen Feu­er­wehr­leu­te und freu­te sich, dass die Anhän­ger noch vor Weih­nach­ten im ver­gan­ge­nen Jahr aus­ge­lie­fert wer­den konn­ten. Die Anschaf­fungs­kos­ten für das Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug belie­fen sich auf rund 92 500 Euro und wur­den mit 26 500 Euro geför­dert. Die Anhän­ger kos­te­ten jeweils etwa 18 500 Euro und waren mit 7 400 Euro geför­dert worden.

„Die Gewiss­heit, dass die Weh­ren durch ste­ti­ge Aus- und Fort­bil­dung per­so­nell gut auf­ge­stellt sind, sowie dass durch sorg­sa­me Pfle­ge und War­tung die Fahr­zeu­ge die ent­spre­chen­de Wert­schät­zung erhal­ten, ist für den Gemein­de­rat eine wich­ti­ge Ent­schei­dungs­hil­fe den not­wen­di­gen Inves­ti­tio­nen zur Wah­rung der Sicher­heit unse­rer Bevöl­ke­rung und Ein­satz­be­reit­schaft unse­rer Weh­ren zuzu­stim­men“, fass­te Stef­fen Lip­fert zusam­men und hoff­te, dass die Fahr­zeu­ge nicht in schlim­men Not­si­tua­tio­nen ein­ge­setzt wer­den müs­sen. Der Het­zels­dor­fer Posau­nen­chor beglei­te­te die Seg­nung musi­ka­lisch. Bern­hard Löw und sei­ne Blä­ser freu­ten sich, dass sie wie­der ein­mal einen Got­tes­dienst beglei­ten durf­ten. Die­ser war im Frei­en und am Pretz­fel­der Kel­ler gehal­ten wor­den, da hier stän­dig die Hygie­ne­maß­nah­men grei­fen. Die Loka­li­tät war auch opti­mal, da die Feu­er­wehr­leu­te mit ihren Gäs­ten nach dem Segen noch gemüt­lich bei­sam­men sit­zen konnten.

Bür­ger­meis­ter Lip­fert, bei der Anspra­che zur Fahrzeugübergabe