Gedichte zum Kirschenfest im Markt Pretzfeld

Tanzen auf dem Kirschenfest

Leut`, schaut her, fast über Nacht,
hat unser Bauhof den Tanzboden neu g`macht.
Männer gebt euch einen Ruck!
Nehmt erst noch einen großen Schluck.

Dann geht es los, mit viel Elan.
das kommt bei Frauen sehr gut an.
Walzer, Blues, Fox und auch Polka,
mit Marie, Ingrid, Rita und Olga.

Wer sich drückt, hat nicht verdient,
dass der Kellner ein Bier ihm bringt.
Damit das alles wie vorgesehen klappt,
liebe Musiker, ist öfter Damenwahl ang`sagt.

Schön wär`s, wenn sich beim Kirschenfest,
manch neues Band sich knüpfen lässt.
Wenn sich hier junge Paare finden,
die sich dann in Zukunft binden.

Dann könnten in ein paar Jahren,
die Kinder von Mama und Papa erfahren,
auf dem Kirschenfest haben wir uns gefunden,
beim Tanzen von einigen turbulenten Runden.

Rose Stark, Pretzfeld (2011)


Kirschenfest in Pretzfeld

Im Trubachtal zur Pretzenfeld
läßt an Walburgis grüßen,
ein Blütenmeer, als ob bestellt,
von Kirschen, von den Süßen.

Im Bache die Forelle springt,
Mutter Natur läßts sprießen,
der Wanderer sein Lieder singt,
zur Rast tut er`s begießen.

Im sommer dann samtrot verlockt
die Erntezeit der Kirschen,
ein jeder auf die Bäume`naufhockt,
im Wald gibt`s dann kein Pirschen.

Und nach der schönen Kirchenzeit
trifft man sich auf den Kellern,
die Leut`, die komm`n von Nah und weit,
sechs Tage läßts mans böller`n.

Ob rittersmann, ob Rittersbraut,
ein jeder trinkt in Maßen,
im Kellerwald, da wird es laut,
verlassen sind die Straßen.

Das Festend`naht, es ist soweit,
ein jeder tat`s genießen,
oh wundervolle Kirschenzeit,
kannst alltag uns verdrießen.

Ewald Rumpel, Berlin (2010)


Kirschenfest in Pretzfeld

Der Markt Pretzfeld ist ein Kirschenland
und weithin auch dafür bekannt
doch nicht allein die frische Frucht
wird hier beim Kirschenfest versucht.

Nein, auch der Schnaps und der Likör
lockt viele Gäste von weit her
doch hier, wie bei anderen guten Sachen
der Rat- rechtzeitig Halt zu machen.

Damit nicht- am End des Festes
nach Genuss des letzten Restes
die Polizei das Auto stoppt
und der Führerschein ist fort.

Lauft lieber mal den Kirschenweg
durch den Wald und übers Steg.
Denn geht die Streck ihr schön zu Fuß
ist möglich- Schnaps- und Biergenuss.

Den Kirschanbauern möchte ich sagen
es steht fest, ganz ohne Fragen:
Wer bei der Ernt sich so gemüht
hat sich das Fest redlich verdient!

Der Festwirt bekommt nun auch sein Stück
von diesem wieder die Musik
So hat einen jeder was davon
für viele Müh-  gibt’s jetzt den Lohn.

Nun lasst uns feiern, tanzen, singen
die Gläser hoch, Musik erklingen
so wünsch ich allen zu guter Letzt:
Ein wunderschönes Kirschenfest!

Rose Stark, Pretzfeld (2010)